Gruppenselbsterfahrungsangebot „Körper, Sexualität & Ich“

mit Lisa Gerstl und Karola Reifetshamer

In diesem Selbsterfahrungs-Zyklus bieten wir Ihnen Raum zum Wahrnehmen der eigenen Körperlichkeit, zum Reflektieren über Ihre sexuelle Entwicklung, Lernerfahrungen, Umgang mit Grenzen, (Un)Lust, Vorlieben und was Sie darüber hinaus noch beschäftigt. Weiters sollen auch Themen Platz finden, die sich im Gruppenprozess ergeben. Unter Sexualität verstehen wir ein in-Beziehung-und-in-Kontakt-sein mit dem sexuellen Körper und dazu bedarf es keiner weiteren Person, Beziehung, etc.

Setting pro Session: 2/3 klassische psychotherapeutische Gesprächsgruppen-therapie + 1/3 aktive Körperwahrnehmungselemente

Rahmenbedingungen: 10 Termine à 120 Minuten. Dienstag 18:00-20:00 Uhr. Geschlossene Gruppe. Kosten pro Person 600€. Teilnahme an einzelnen Terminen nicht möglich. Gruppengröße min. 5 bis max. 8 Personen. Unser Angebot umfasst keine sexuellen Berührungen und Praktiken in der Gruppe.

Termine: 15.3., 22.3., 29.3., 12.4., 26.4., 3.5., 10.5., 17.5., 24.5., 31.5.

Ort: Währinger Gürtel 154/12, 1090 Wien

Leitung und Anmeldung bei:

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“Deep Listening - Contact Improvisation and Beyond”

mit Christian Apschner und Karola Reifetshamer

Sa/So 19./20.3.2022, 10.00-17.30

Was bewegt mich? Was bewegt dich? Was bewegt uns?

Für Deep Listening1) möchten wir besonders auch „neugierige“ EinsteigerInnen ohne jegliche Vorkenntnisse oder sportliche Ambitionen einladen, in die Welt der Contact Improvisation einzutauchen. Wir bieten einen sicheren Rahmen, in dem wir uns neben klassischen Elementen von Somatic Movement und Contact Improvisation auch dem verbalen Austausch über das, was wir beim Tanzen erleben, widmen möchten - ein Aspekt, der uns besonders in (post)pandemischen Zeiten sehr wichtig erscheint.

Für das Workshop-Setting verwenden und vereinen wir verschiedene Methoden und Zugänge. Bewegungsphasen (ca. 60% der Zeit) wechseln sich mit Gesprächsphasen (ca. 40% der Zeit) ab.

Somatic Movement Methoden wie Feldenkrais, Trager-Mentastics und Liquid Motion bieten uns einen guten Einstieg zur Sensibilisierung der Körperwahrnehmung und uns für das Tanzen aufzuwärmen.

In der Contact Improvisation lernen wir einfache Grundprinzipien des rollenden Kontaktpunktes und des gegenseitigen Abgebens und Aufnehmen von Körpergewicht kennen,um in einen tänzerischen Dialog mit unseren TanzpartnerInnen zu finden. In PartnerInnen-Übungen und Anleihen von Play-Fight möchten wir darüber hinaus auch lernen, Grenzen auszuloten und zu kommunizieren.

Contact Improvisation wird in erster Linie als ein physischer Dialog verstanden, in dem wir auf unsere eigenen Bewegungsimpulse und die Bewegungsimpulse unserer TanzparterInnen „hören“ und einen gemeinsamen Tanz finden. Neben dem Fokus auf das Physische bringen wir natürlich aber immer auch unsere ganze Persönlichkeit in den Tanz mit ein und wir kommen in Kontakt mit Emotionen wie Freude, Sehnsucht, Unsicherheit und manchmal auch Angst. Neben unseren eigenen Erlebensstrukturen lesen wir diese Qualitäten gleichzeitig (bewusst und unbewusst) auch von unseren TanzpartnerInnen ab. 2)

Anleitungen aus dem Focusing, einem in der Psychotherapie verwendeten Verfahren Körperempfindungen zu verbalisieren, werden uns unterstützen, für dieses Erlebte auch Worte zu finden. Dabei werden wir uns gegenseitig durch aufmerksames, wertfreies Zuhören unterstützen, sodass auch im verbalen Austausch ein „tiefes Hören“, wie es auch Carl Rogers nannte, ein wirkliches Wahrnehmen des Anderen, stattfinden kann. Eine Begegnung in der Ich da bin und Du da bist und ein Wir aus dem Moment entsteht.

„Wenn du und ich zusammenkommen, so geschieht etwas mit uns – jeder von uns ist sofort anders, als er üblicherweise ist. Wie du bist, wenn du mich beeinflusst, ist schon durch mich beeinflusst, in der Weise, in der ich mich mit dir ereigne. Was jeder in einer Interaktion mit dem anderen ist, das ist schon durch den anderen beeinflusst.“ – Eugene Gendlin

1) Der Begriff „Deep Listening“ wurde 1988 von der US-amerikanischen Komponistin und Experimentalmusikerin Pauline Oliveros geprägt und steht für eine Art “radikale Aufmerksamkeit”. “Ich unterscheide zwischen Hören und Zuhören”, schrieb Oliveros. „Hören ist das physische Mittel, das die Wahrnehmung ermöglicht. Zuhören bedeutet, dem Wahrgenommenen Aufmerksamkeit zu schenken, sowohl akustisch als auch psychologisch“.

2)Die Philosophin April Flakne stellte dazu den Begriff “alloception” (“an enactive bodily receiptivity”) in den Raum, jenem Teil der Wahrnehmung, der sich auf das Lesen und Erkennen der Bedürfnisse aber auch der Gedanken der Tanzpartnerinnen bezieht, welcher mit dem Begriff Empathie nicht hinreichend beschrieben werden kann und auch weit über die kinästhetischen Fragestellungen des Tanzes hinausgeht.

Mehr Infos: https://rollingpoint.at/workshops - Anmeldung: ci.rollingpoint@gmail.com

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Sich im Erleben begegnen:

Personzentrierte Selbsterfahrungsgruppe mit Elementen aus Focusing und körperorientierter Psychotherapie…

Fixe Gruppe, Termine in Planung

„Jenseits Von Richtig und Falsch liegt ein Ort, dort treffen wir uns.“ – Rumi


Körperwahrnehmungstraining:

Sanftes, achtsames Bewegen zur Stärkung der Selbstregulationsfähigkeit mit Elementen der Atem- und Achtsamkeitstherapie, Feldenkrais und Continuum…

Offene Gruppe, Termine in Planung

„Experience is a myriad richness. We think more than we can say. We feel more than we can think. We live more than we can feel. And there is much more still.“ – Eugene Gendlin